
Amaro Montenegro: Klassiker unter den Amari

Der Amaro Montenegro gehört zu den bekanntesten und traditionsreichsten Amari Italiens. Hergestellt wird er seit 1885 nach derselben Rezeptur, die bis heute streng geheim gehalten wird. Ursprünglich trug das Getränk den Namen Elisir Lungavita. Sein Schöpfer, Stanislao Cobianchi, benannte den Likör 1896 anlässlich der Hochzeit von Prinzessin Elena von Montenegro mit dem späteren italienischen König Vittorio Emanuele III. in Amaro Montenegro um.
Die genaue Rezeptur ist bis heute ein wohlgehütetes Geheimnis – angeblich kennen nur drei Personen im Unternehmen die vollständigen Angaben. Bekannt ist lediglich, dass der Amaro Montenegro aus rund 40 verschiedenen Blüten, Wurzeln und Rinden besteht, die aus vier Kontinenten stammen. Stilistisch zählt er zu den weniger bitteren Amari und erfreut sich gerade deshalb einer großen Beliebtheit bei Bartendern, vor allem als Cocktailzutat.
Abgefüllt wird dieser Kräuterlikör mit 23 % Vol. in die charakteristischen 70-cl-Flaschen und ist bereits ab etwa 15 € erhältlich.
Steckbrief
- Name: Amaro Montenegro
- Brennerei: Montenegro S.r.l., Bologna, Italien
- Typ: Kräuterlikör
- Alter: NAS
- Füllmenge: 0,7 l
- Alkoholgehalt: 23 %
- Preis: ca. 15 €
Wie riecht Amaro Montenegro?
Im Glas zeigt sich der Amaro Montenegro in einer dunklen Kupferfarbe und wirkt ölig. In der Nase ist der Ersteindruck deutlich floral und blumig. Noten von Lavendel, Rosenblüten und Thymian verbinden sich mit Vanille, Mandarine und Bitterorange, ergänzt durch harzige Anklänge von Tannenzapfen. Insgesamt wirkt das Aroma eher süß als bitter, eine sehr zurückhaltende, feine Bitterkeit bleibt im Hintergrund. Der Gesamteindruck ist komplex sowie blumig-fruchtig.
Wie schmeckt Amaro Montenegro?
Zum Antritt zeigt sich der Amaro Montenegro süß und sehr blumig mit deutlichen Noten von Thymian, Lavendel und Rosenblüten. Danach folgen fruchtige Akzente von Bitterorange, Mandarine und Orangenschale. Im weiteren Verlauf kommen harzige Tannenzapfen, Agavendicksaft, Vanille und Süßholz hinzu. Insgesamt präsentiert sich der Amaro süß, komplex und vor allem blumig-fruchtig, bis auf die Bitterorange nahezu ohne Bitterkeit. Erst im Abgang tritt eine moderate Bitterkeit hinzu, die jedoch insgesamt mild bleibt.
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Fazit
Der Amaro Montenegro ist ein sehr feiner, komplexer und milder Amaro, der sich eher von seiner süßen Seite zeigt und nur eine sehr moderate Bitterkeit bietet. Für die Hausbar ist er nahezu unverzichtbar, da er viele Experimente zulässt und fester Bestandteil einiger bekannter Cocktails ist, etwa im M & M, im MonteNegroni oder im Mount Rushmore.
Cheers!

Barnabas
Barnabas widmet sich seit vielen Jahren mit großer Leidenschaft dem Thema Whiskey – mit besonderem Fokus auf amerikanische Whiskeys. Stets auf der Suche nach spannenden Neuheiten, entdeckt er regelmäßig auch Abfüllungen, die ausschließlich in den USA erhältlich sind. Neue Cocktail-Kreationen auf Whiskey-Basis probiert er dabei gern in geselliger Runde mit Freunden aus.
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